Draußen vor der Tür

SCHAUSPIEL VON WOLFGANG BORCHERT


Premiere: 18. März 2016

Regie: Nik Mayr.


mit: Hilmar Henjes, Ann-Sophie Ludwig, Frank Piotraschke.

Die Uraufführung am 21. November 1947 erlebte Borchert selbst nicht mehr. Er erlag einen Tag vorher – mit 26 Jahren – seinen Kriegsverwundungen. Sein Drama über den Heimkehrer Beckmann zählt zu den wesentlichen Stücken der Nachkriegszeit. Beckmann kehrt also heim.
„Ein Mann kommt nach Deutschland” – ein Täter, ein Opfer, ein Mann, der ein Zuhause sucht. Ein Mann, der vor dem Krieg flieht. Aber wenn der Mann kein Zuhause mehr findet, bleibt er ein Flüchtling.
Ein Mann will die Verantwortung nicht mehr, ein Mann, den sogar die Elbe wieder ausspuckt, bleibt draußen vor der Tür. Nach dem Krieg ist nicht vor dem Krieg. Krieg war nicht gestern und nach dem Krieg ist immer.

„Nik Mayr inszenierte das expressionistische Drama als zeitgenössisches Kammerspiel in packenden Szenen und Bildern. Die episodenartige Handlung spielte zwischen drei mit diverser Toilettengrafitti verzierten Klokabinen (...) Nik Mayrs ungewöhnliches Bühnenbild mag zunächst befremden, wirkte aber als Allegorie auf die Verwerfungen und die Zerfallsprozesse der Nachkriegszeit durchaus stimmig."
aus der Premierenkritik von Wolfgang Janeczka, OVB, Kultur in der Region