
Carsten Klemm
Schauspiel • Regie • Einer von zwölf
Carsten Klemm studierte Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Danach war er u.a. am Landestheater Tübingen, am Theater Basel, am Theater Trier und am Stadttheater Luzern. Außerdem spielt er in diversen Tourneeproduktionen der Konzertdirektion Landgraf. Er ist also ein Kollege mit viel, wirklich viel Erfahrung. Und Carsten ist ein sehr freigiebiger Mensch und lässt die Kolleg*innen an dieser Erfahrung teilhaben. Sei es, dass es darum geht wie man mit Texten auf bezaubernd unorthodoxe Art und Weise umgeht, oder darum, wie man mit Regiesseur*innen umgeht •••
Und seit der Spielzeit 2017/18 dürfen wir Erfahrungen sammeln • mit Carsten Klemm • und umgekehrt ! Das ist eine klassische Win-Win-Situation !!
Seit der Spielzeit 24/25 leitet er gemeinsam mit Nik Mayr die monatliche Lesereihe Betreutes Trinken •

WOFÜR SCHÄMST DU DICH?
Just im Moment für meine mangelnde Schlagfertigkeit, diesen Fragenkatalog kurz und bündig abarbeiten zu können. Aufschieberitis gehört in diesem Zusammenhang auch genannt.
WELCHES IST DEIN LIEBLINGSBUCH?
Das alte Lieblingsbuch und ich gucken uns mit niedergeschlagenen Augen (bzw. Seiten) an. Schämen uns, zuzugeben, dass wir uns leider nichts mehr zu sagen haben. Dann taucht vor ein paar Wochen unverhofft eins auf und sofort ist klar, es bleibt nicht bei der einen Begegnung: Toxische Weiblichkeit (von Sophia Fritz). – Ein Hoch auf diese Art der Selbstreflexion!
HAST DU EIN VORBILD?
Menschen, die sich zugeben können (s.o. Sophia Fritz!). Die nicht immer alles auf andere oder die Umstände schieben. Die nicht dauernd "weil" sagen. Weil, Weil ist eine Stadt am Rhein. Das habe ich mir mal gemerkt.
WOFÜR SOLLTEN WIR UNS SCHÄMEN?
Der Sozialwissenschaftler und Schamforscher Dr. Stephan Marks (sehr hörenswertes Interview im Podcast "Hotel Matze" vom 03.06.2026!) unterscheidet vier Grundformen von Scham, je welche Grundbedürfnisse verletzt werden. Dem nach Anerkennung, dem nach Schutz, dem nach Zugehörigkeit und dem nach Integrität. Unsere Mittel, Scham abzuwehren – solange wir keinen bewußten Umgang mit ihr lernen – reichen von der Schmollecke bis zu Hass und Gewalt. Demnach lautet meine Antwort: dass wir uns immer wieder dieser Mittel bedienen. Was nun aber nicht heißt, sich ob dieser Feststellung gleich wieder in die Schmollecke zu begeben oder in Selbsthass auszubrechen … man kann dran arbeiten …
WAS IST DEINE AKTUELLE KONSUMEMPFEHLUNG?
Die "Glasbausteine" der Theaterbar plus ein Glas der dort vorrätigen Rotweine. Hihi.
UND WAS IST DEIN SOULFOOD?
Ein Latte, ein Tschick & meine Frühstücksmüslimischung.
WOFÜR SOLLTEN WIR UNS NICHT SCHÄMEN?
Siehe Vorbilder: "sich zuzugeben".







